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Le plan d’études du Master en histoire est constitué de 3 blocs.
Dieses Modul untersucht die Probleme und Möglichkeiten im Zusammenhang mit der Nutzung historischer Quellen im digitalen Kontext. Die Digitalisierung hat die Art und Weise verändert, wie Historikerinnen und Historiker auf Quellen zugreifen, da viele physische Dokumente inzwischen online zugänglich sind und neue Arten von digitalen Inhalten entstehen. In diesem Modul werden die Auswirkungen dieses Wandels untersucht und die Herausforderungen beleuchtet, die sich bei der Verwendung online gestellter Quellen und aus Quellen, die in digitalisierter Form vorliegen, ergeben. Die Studierenden werden für die Vorteile und Grenzen der digitalen Archivierung sensibilisiert und entwickeln ein kritisches Verständnis der online verfügbaren Plattformen und Werkzeuge für die Zeitgeschichtsforschung. Um sich konkret mit diesen Herausforderungen vertraut zu machen, erarbeiten die Studierenden die Geschichte der Umweltverschmutzung und ihrer Regulierung mit Hilfe verschiedener Online-Quellen und -Datenbanken (Swissvote, IndustryDocumentsLibrary, Letempsarchives, Digitalisierungsaufträge an das Schweizerische Bundesarchiv usw.). Anschliessend stellen sie diese Praktiken den eher klassischen Methoden der Recherche in Archiven gegenüber.
In diesem Modul wird am Thema der Schweizer Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in die Thematik von Datenbanken und Informationssystemen eingeführt. Bei den Schweizer NS-Opfern handelt es sich um mehrere Tausend Schweizerinnen und Schweizer, die zur NS-Zeit im Ausland gelebt haben und aus rassistischen, weltanschaulichen oder politischen Gründen in die Fänge der nationalsozialistischen Institutionen gerieten. Wurden die einen, teils auf Intervention der Schweizer Behörden hin, wieder freigelassen, so mussten andere Aufenthalte in Gefängnissen und Lagern erdulden, was teilweise in ihre Tötung mündete.
Für die Erfassung von NS-Opfern spielen Datenbanken eine zentrale Rolle. Im Modul diskutieren wir zum einen bestehende Opferdatenbanken und analysieren deren Stärken und Schwächen. Zum anderen überlegen wir uns Kriterien, anhand derer die von uns untersuchten Opfer kategorisiert und in einer Datenbank abgelegt werden könnten. Dabei geht es zum einen um soziodemografische Merkmale, aber auch verfolgungsrelevante Aspekte wie Aufenthaltsorte und Haftinstitutionen spielen dabei eine Rolle.
Ziel des Moduls ist es einerseits, einen Einblick in die Geschichte der Schweizer NS-Opfer zu erhalten und selber anhand der im Schweizerischen Bundesarchiv abgelegten Dossiers einen konkreten Fall aufzuarbeiten. Andererseits lernen wir verschiedene Datenbanken kennen und diskutieren Vorgehensweisen, wie aus einer Vielzahl an unterschiedlichen Fällen eine forschungsrelevante und informative Datenbank erstellt werden kann.
Dieses Modul bietet eine methodische und historiografische Auseinandersetzung mit einem Archivkorpus zum Völkerbund in der Zwischenkriegszeit. Durch die kombinierte Analyse von Verwaltungsdokumenten, internationalen Parlamentsdebatten und Presseberichterstattung entwickeln die Studierenden eine mehrstufige Annäherung an einen historischen Gegenstand: Mikroebene (Sekretariat des Völkerbundes), Mesoebene (politische Debatten innerhalb der Institution) und Makroebene (öffentliche und mediale Rezeption der Aktivitäten des Völkerbundes).
Jeder Teilnehmerin arbeitet an einem betreuten Mini-Forschungsprojekt zu einem spezifischen Thema. Dabei werden qualitative und quantitative Analysetools aus den Digital Humanities eingesetzt (Prosopographie, distant reading, Netzwerkvisualisierung). Ziel ist es, zu verstehen, wie Historiker*innen ein komplexes historisches Phänomen durch die Verknüpfung verschiedener Quellentypen interpretieren können – unter kritischer Berücksichtigung der damit verbundenen Lücken, Verzerrungen und Repräsentationen.
Auf Basis der digitalisierten Quellen des Völkerbund-Archivs in Genf und einer Auswahl wissenschaftlicher Literatur erwerben die Studierenden Kompetenzen in der Korpuserstellung, Quellenkritik und querschnittlichen Analyse historischer Daten. Das Modul vermittelt zentrale Fähigkeiten für eine vernetzte Geschichtswissenschaft, die maßstabübergreifend arbeitet, auf Akteur*innen fokussiert ist und sich durch eine reflektierte Forschungshaltung auszeichnet.
Ausgehend vom Thema der Versklavung und der Rebellionen im «Schwarzen Atlantik» (Paul Gilroy) reflektieren die Studierenden die Rolle von Erzählungen und Bildern bei der Darstellung und Vermittlung historischen Wissens. Die Produktion von Wissen ist stets in Machtverhältnisse eingebunden und wird durch Medien und Kommunikationstechnologien geprägt. Das Seminar verbindet daher einen historischen Zugang mit Fragen der Public History im digitalen Zeitalter.
Zunächst befassen sich die Studierenden damit, wie ehemals Versklavte und ihre abolitionistischen Verbündeten um 1800 mit Bildern und Erzählstrategien die europäische Versklavung von rund 12,5 Millionen Menschen aus Afrika in den Amerikas zu einem politischen Thema machten. Anschliessend untersuchen sie, mit welchen Herausforderungen und Widerständen sich Historiker:innen der Sklaverei seit den 1940er-Jahren konfrontiert sehen. Auf dieser Basis wird analysiert, welche Rolle digitale Ressourcen wie slavevoyages.org für Forschung, Darstellung und Vermittlung des Themas spielen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie historische Bilder und Narrative im Verhältnis zu populären Auseinandersetzungen mit dem Erbe der Sklaverei stehen – etwa in Filmen, Musik oder Literatur.
Insgesamt erwerben die Studierenden ein vertieftes Verständnis der Wechselbeziehungen zwischen historischer Erzählung, Visualisierungstechniken und Vermittlungsstrategien in Kontexten ungleicher Macht. Sie entwickeln zudem Kompetenzen, eigene Analysen reflektiert zu formulieren und mit digitalen Methoden zu präsentieren.
Dieses Modul ist ein Selbstlernmodul auf unserer Plattform Kairos, die als Toolbox dient, in dem die Studierenden aus einer Reihe verfügbarer Module wählen können. Jedes Modul ist konzentriert auf spezifische digitale Kompetenzen und für das Feld der eHistory relevante Themenbereiche. Die Validierung der Module (maximal vier) erfolgt am Ende des Semesters durch eine Bewertung, die in unterschiedlicher Form stattfinden kann: schriftliche Arbeit, Rezension, mündliche Präsentation, Multiple-Choice-Test usw.
Das Modul M05-1 ist ein experimenteller Einstieg in die Analyse grosser historischer Quellenkorpora. Es ist in mehrfacher Hinsicht experimentell: Einerseits, weil es auf einer Reihe kleiner Experimente innerhalb dieser Quellensammlungen basiert, andererseits, weil es nicht darauf abzielt, spezifisches Wissen zu vermitteln, sondern den Teilnehmer und Teilnehmerinnen eine persönliche Erfahrung zu ermöglichen und Kompetenzen zu entwickeln, die für das weitere Geschichtsstudium nützlich sein können. Die behandelten Pressearchive umfassen über 5.000.000 Seiten aus Dutzenden von Schweizer Zeitungen über mehr als zwei Jahrhunderte hinweg. Es geht hier aber nicht um „Big Data“, sondern darum, wie Historiker und Historikerinnen in solchen Korpora navigieren und sie in eine kombinierte quantitative und qualitative Herangehensweise einbetten können.
Das Skript und die Kairos-Fragen dieses Moduls sind auf Französisch. Die Studierenden können ihre Abschlussarbeit aber in der Sprache ihrer Wahl (Deutsch, Französisch oder Englisch) abgeben.